Alle Checks zum gesunden Älterwerden

Hier stehen alle Checks der Themenwelt "Gesund älter werden", geordnet nach fünf Themen: Gedächtnis und Orientierung, Stimmung und Lebensqualität, Bewegung und Stürze, Alltag und Pflege sowie Kontakte. Bis auf den Altersdepression-Test sind alle eigene Fragenkataloge ohne Validierungsstudie, und keiner stellt eine Diagnose.

Auf dieser Seite stehen alle Checks der Themenwelt "Gesund älter werden". Sie sind nach fünf Themen geordnet: Gedächtnis und Orientierung, Stimmung und Lebensqualität, Bewegung und Stürze, Alltag und Pflege und zum Schluss Kontakte und Hilfe im Notfall. Such dir das Thema heraus, das dich gerade am meisten beschäftigt. Wenn du für einen Angehörigen nachschaust, achte auf den Hinweis, für wen ein Check gedacht ist.

Gedächtnis, Konzentration und Orientierung

Vier Checks befassen sich mit dem Kopf, und jeder schaut auf etwas anderes. Die Gedächtnis-Selbsteinschätzung fragt, wie sich Dinge wie Termine, Wege, Geldangelegenheiten oder Gespräche in den letzten ein bis zwei Jahren verändert haben. Du kannst sie für dich ausfüllen oder als Angehöriger für einen Menschen, um den du dir Sorgen machst. Der Gedächtnis-Kurztest fragt, wie oft dir in den letzten vier Wochen Namen, Rückrufe oder Erledigungen entfallen sind. Der Konzentrations-Check 60+ geht Aufmerksamkeit, Ablenkbarkeit und Tempo im Alltag nach. Der Orientierungs-Test richtet sich ausdrücklich an Angehörige: Sie halten fest, ob sich ein älterer Mensch in Tageszeit, Wegen, Räumen und bei vertrauten Menschen zurechtfindet.

Keiner dieser Checks kann eine Demenz erkennen oder ausschließen, denn dafür ist eine umfangreiche ärztliche Diagnostik nötig. Vergesslichkeit kann viele Ursachen haben, etwa eine Depression, einen Infekt, Flüssigkeitsmangel oder Nebenwirkungen von Medikamenten, und manche davon sind behandelbar. Oft bemerken Angehörige oder Freunde Veränderungen, die den Betroffenen selbst nicht auffallen. Erste Anlaufstelle ist meist die Hausarztpraxis [1].

Ums Hören geht es im Hörprobleme-Selbstcheck. Er fragt nach Anzeichen am Telefon, in Gesprächen mit Hintergrundlärm und beim Fernsehen, dazu nach Ohrgeräuschen, und zeigt dir, ob ein Hörtest in der HNO-Praxis sinnvoll sein kann.

Stimmung und Lebensqualität

Der Altersdepression-Test ist der einzige Test dieser Themenwelt mit einem echten Fragebogen. Er nutzt die 15 Ja/Nein-Fragen der Geriatrischen Depressionsskala, die für ältere Menschen entwickelt wurde, und fragt nach der letzten Woche. Der Check zu Angst im Alter fragt nach Sorgen, Anspannung, Angst vor Stürzen und Rückzug in den letzten vier Wochen.

Zwei weitere Checks schauen auf dein Leben insgesamt. Der Lebensqualität-Check geht Bereiche wie Gesundheit, Wege, Selbstbestimmung, Kontakte, Wohnen und Geld durch und zeigt, wo dir gerade etwas fehlt. Der Ruhestand-Zufriedenheit-Test fragt, wie es dir nach dem Berufsleben geht, mit Tagesablauf, Aufgaben und Kontakten. Wie es dir in den letzten zwei Wochen seelisch ging, fragt der Wohlbefinden-Test auf der Hauptseite.

Bewegung, Gleichgewicht und Stürze

Stürze sind im Alter häufig. Nach dem IQWiG stürzen von 100 Menschen über 65, die zu Hause leben, etwa 28 einmal im Jahr, bei den über 85-Jährigen etwa 34. Zu den Risikofaktoren zählen schwache Beinmuskeln, Gleichgewichtsprobleme, Schwindel, schlechtes Sehen, manche Medikamente und Stolperfallen in der Wohnung. Wer schon einmal gestürzt ist, stürzt eher wieder [2].

Der Sturzrisiko-Test geht solche Faktoren mit dir durch, von früheren Stürzen bis zur Wohnung. Die drei anderen Checks schauen auf einzelne Fähigkeiten. Der Gleichgewichts-Check fragt, wie sicher du stehst, dich drehst und im Dunkeln oder auf weichem Boden gehst. Der Kraft-Check für Senioren fragt nach der Kraft in Beinen, Armen und Händen bei Alltagsaufgaben. Der Mobilitäts-Selbsttest zeigt, wie gut du deine Wege schaffst, zu Fuß, auf Treppen, mit Bus und Bahn oder mit dem Auto. Die WHO empfiehlt Menschen ab 65 Jahren, an mindestens drei Tagen pro Woche abwechslungsreiche Übungen zu machen, die Gleichgewicht und Kraft trainieren, auch um Stürzen vorzubeugen [3].

Alltag, Pflege, Medikamente und Wohnen

Der Selbstständigkeit-Check fragt, was im Alltag gut allein klappt: Körperpflege, Anziehen und Essen, aber auch Einkaufen, Kochen und Geldangelegenheiten. Der Hilfebedarf-Check fragt, wie oft du bei Haushalt, Körperpflege, Terminen oder Geld Hilfe von anderen brauchst und ob diese Hilfe verlässlich da ist. Einen Pflegegrad ermitteln beide nicht. Eine grobe Schätzung vor dem Antrag gibt der Pflegegrad-Rechner. Er fragt nach den sechs Bereichen, die bei der Begutachtung zählen. Verbindlich entscheidet die Pflegekasse. Wer Leistungen der Pflegeversicherung erhält, hat Anspruch auf eine individuelle Pflegeberatung. Das gilt auch nach einem Antrag, wenn erkennbar Hilfe und Beratung gebraucht werden [4].

Der Medikamenten-Management-Test fragt nach deinem Medikationsplan, der Einnahme, rezeptfreien Mitteln und der Aufbewahrung. Wer gleichzeitig mindestens drei verordnete Arzneimittel anwendet, hat Anspruch auf einen Medikationsplan [5]. Der Wohnsituation-Check geht deine Wohnung durch: Stolperfallen, Licht, Halt im Bad, Rauchmelder und die Frage, ob du nach einem Sturz Hilfe holen kannst.

Der Check zum Ernährungsrisiko im Alter fragt nach Gewicht, Appetit, Kauen, Trinken, Einkaufen und Stimmung. So siehst du, wo du ansetzen kannst, um einer Mangelernährung vorzubeugen. Das Wiegen und die Einschätzung in der Hausarztpraxis ersetzt er nicht.

Kontakte und Hilfe im Notfall

Die WHO unterscheidet Einsamkeit und soziale Isolation. Einsamkeit ist das schmerzhafte Gefühl, dass die Kontakte, die man hat, nicht zu denen passen, die man sich wünscht. Soziale Isolation meint, dass objektiv zu wenige Kontakte da sind [6]. Danach richten sich zwei Checks. Der Check zu Einsamkeit im Alter fragt nach dem Gefühl in den letzten vier Wochen. Der Check zur Isolation im Alter zählt, wie viel Kontakt du in einer normalen Woche hast und was dich davon abhält, etwa Gesundheit, Wege, Hören oder Geld.

Der Check zur sozialen Aktivität im Alter fragt, wie oft du in den letzten drei Monaten etwas mit anderen unternommen hast, etwa in Gruppen, im Ehrenamt, in Kursen oder mit der Familie. Der Check zum Unterstützungsnetz im Alter schaut auf den Notfall: Wer merkt, wenn dir etwas passiert, wer hat einen Schlüssel, und ist eine Vorsorgevollmacht geregelt? Wer jünger ist oder Einsamkeit unabhängig vom Alter einordnen möchte, findet in der Themenwelt Beziehung und Familie den Check zur Einsamkeit.

Bevor du anfängst

Bis auf den Altersdepression-Test sind alle Checks hier eigene Fragenkataloge von check-dich-selbst.de. Keine Studie hat sie überprüft, deshalb vergleichen sie dich nicht mit anderen Menschen und stellen keine Diagnose. Jeder Check hat seine eigene Punkteskala, und bei manchen bedeuten mehr Punkte etwas Gutes, bei anderen mehr Einschränkungen. Die Ergebnisse verschiedener Checks lassen sich also nicht direkt vergleichen. Jede Seite erklärt ihre Auswertung. Die Auswertung läuft in deinem Browser. Geht es dir gerade sehr schlecht, findest du Anlaufstellen auf der Seite Hilfe finden.

Frau in den Siebzigern sitzt mit einer Tasse Tee im Sessel am Fenster eines hellen Wohnzimmers
Bild: KI-generiert
  1. Behörde Alzheimer-Demenz. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 12.05.2025. abgerufen am 28.10.2026
  2. Behörde Stürze bei älteren Menschen. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 23.03.2022. abgerufen am 28.10.2026
  3. Studie World Health Organization 2020 guidelines on physical activity and sedentary behaviour. British Journal of Sports Medicine 54(24):1451 bis 1462. Bull FC, Al-Ansari SS, Biddle S u. a.. Stand 2020. abgerufen am 28.10.2026
  4. Gesetz § 7a SGB XI: Pflegeberatung. Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de. Stand aktuelle Fassung. abgerufen am 28.10.2026
  5. Gesetz § 31a SGB V: Medikationsplan. Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de. Stand aktuelle Fassung. abgerufen am 28.10.2026
  6. Behörde Social connection linked to improved health and reduced risk of early death. Weltgesundheitsorganisation (WHO). Stand 30.06.2025. abgerufen am 28.10.2026

Alle Seiten im Bereich Tests

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