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Schwerhörigkeit-Test: Hörst du im Alltag schlechter als früher?
Ob du schlechter hörst, merkst du oft zuerst am Telefon, in Gesprächen mit Hintergrundlärm oder daran, dass andere dir den Fernseher zu laut finden. Dieser Check fragt zwölf solcher Anzeichen ab und zeigt dir, wie viele davon bei dir vorkommen. Einen Hörtest ersetzt er nicht; bei jeder Abnahme des Hörens ist eine Untersuchung in der HNO-Praxis sinnvoll.
Selbsttest
Hörprobleme-Selbstcheck
12 Fragen · 1 Zusatzfrage · etwa 3 Minuten · in den letzten vier Wochen
- Ein plötzlicher Hörverlust, der anhält, sollte umgehend ärztlich abgeklärt werden, besonders wenn dir auch schwindlig ist. Wende dich umgehend an deine Hausarzt- oder HNO-Praxis, außerhalb der Sprechzeiten an den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117. Kommen Lähmungen, Taubheitsgefühle, Sprachstörungen oder ein herabhängender Mundwinkel dazu, wähle sofort 112.
Deine Antworten bleiben in diesem Browser. Ein Selbsttest ersetzt keine Diagnose. Grundlage: Eigener Check von check-dich-selbst.de nach den Anzeichen laut BIÖG, gesund.bund.de und IQWiG, kein validierter Fragebogen, keine Fragen aus dem HHIE oder anderen geschützten Fragebögen.
So wird ausgewertet
Der Check fragt zwölf Anzeichen ab, an denen eine Schwerhörigkeit im Alltag auffällt. Bei jeder Frage gibst du an, wie oft das in den letzten vier Wochen vorkam: nie (0 Punkte), selten (1), manchmal (2) oder oft (3). Zusammen ergibt das 0 bis 36 Punkte. Mehr Punkte heißt, dass bei dir mehr Anzeichen vorkommen oder dass sie häufiger auftreten. Trägst du schon ein Hörgerät, beantworte die Fragen so, wie du damit hörst.
| Punkte | Einordnung | Was das bedeutet |
|---|---|---|
| 0 bis 6 | Kaum Anzeichen | Mindestens sechs deiner zwölf Antworten lauten "nie". Fällt dir trotzdem eine Veränderung beim Hören auf, lass dein Gehör prüfen. |
| 7 bis 15 | Einige Anzeichen | Mindestens drei Anzeichen kommen bei dir vor. Lass dein Gehör in einer HNO-Praxis untersuchen. |
| 16 bis 36 | Viele Anzeichen | Mindestens sechs Anzeichen kommen bei dir vor, mindestens zwei davon manchmal oder oft. Vereinbare bald einen Termin in einer HNO-Praxis. |
Die Grenzen folgen einer einfachen Rechnung. Mit höchstens 6 Punkten können höchstens sechs Fragen Punkte bekommen haben, die übrigen stehen auf "nie". Für 7 Punkte braucht es mindestens drei Fragen mit Punkten, weil zwei Fragen zusammen höchstens 6 Punkte ergeben. Ab 16 Punkten müssen es mindestens sechs Fragen sein, denn fünf Fragen bringen höchstens 15 Punkte. Der Check wurde nicht an einer Stichprobe erprobt. Er misst deshalb nicht, wie viele Dezibel dir fehlen, und er sagt nicht, ob du ein Hörgerät brauchst.
Eine Zusatzfrage zählt nicht mit. Sie fragt, ob du plötzlich deutlich schlechter hörst und ob das anhält. Beantwortest du sie mit Ja, zeigt der Check unabhängig von deinen Punkten einen Hinweis an, denn dann solltest du umgehend ärztlichen Rat einholen [5].
Was der Check misst
Dieser Schwerhörigkeit-Test ist ein eigener Check von check-dich-selbst.de und kein validierter Fragebogen. Er sammelt Anzeichen, die das Gesundheitsportal des Bundesgesundheitsministeriums, das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) und das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) beschreiben, und ergänzt sie um Alltagsbeispiele wie Türklingel und Vogelstimmen. So kannst du besser einschätzen, ob ein Hörtest für dich sinnvoll ist, und du hast für das Gespräch in der Praxis konkrete Beispiele zur Hand.

Die Altersschwerhörigkeit entwickelt sich meist langsam und betrifft beide Ohren etwa gleich stark. Zuerst werden leise Geräusche und hohe Töne schlechter wahrgenommen, und Gespräche mit Nebengeräuschen werden mühsamer [1, 2]. Das BIÖG nennt als typische Anzeichen, dass man am Telefon öfter nachfragen muss, dass man Gesprächen bei Hintergrundlärm schwer folgen kann, etwa im Restaurant, auf Familienfeiern oder beim Einkaufen, und dass Familie oder Bekannte darum bitten, Musik oder Fernseher leiser zu stellen. Weil das ständige Hinhören viel Konzentration verlangt, können Müdigkeit und Abgeschlagenheit im Lauf des Tages dazukommen [3]. Bei leichter Schwerhörigkeit ist Flüstern kaum noch zu verstehen [1]. Je nach Ursache treten außerdem Ohrgeräusche, Druck im Ohr oder Schwindel auf [1, 2].
Die Fragen beschreiben deshalb Situationen aus dem Alltag: das Telefon, Gespräche mit Nebengeräuschen, die Türklingel, den Fernseher. Eine Frage gilt einer Folge, die das BIÖG beschreibt, nämlich Missverständnissen [10]. Wie sehr dich die Hörprobleme belasten, fragt der Check nicht eigens ab. Das sprichst du am besten direkt in der Praxis an.
Grenzen des Tests
Die Antworten beruhen auf deiner eigenen Wahrnehmung, und beim Hören täuscht die leicht. Weil die Altersschwerhörigkeit langsam beginnt, gewöhnen sich viele Menschen an das schlechtere Hören. Oft merken es zuerst die anderen. Bist du bei einer Frage unsicher, frag jemanden, der dich häufig erlebt, wie er sie für dich beantworten würde.
Ein niedriger Wert schließt eine Schwerhörigkeit nicht aus. Hört ein Ohr deutlich schlechter als das andere, kann das im Alltag lange wenig auffallen. Einen Hörtest ersetzt der Check nicht. Erst das Tonaudiogramm in der HNO-Praxis zeigt als Hörkurve, wie gut du in den einzelnen Tonhöhen hörst, und ein Sprachtest prüft, wie gut du Wörter nachsprechen kannst, oft auch mit Störgeräuschen [3]. Nach diesen Messungen richtet sich auch, ob die Krankenkasse Hörgeräte bezahlt [6].
Umgekehrt muss ein hoher Wert nicht von einer Altersschwerhörigkeit kommen. Auch ein Pfropfen aus Ohrenschmalz oder eine Mittelohrentzündung kann das Hören verschlechtern. Eine Mittelohrentzündung lässt sich meist behandeln [1, 2]. Deshalb gehört zu jeder Abklärung, dass zuerst jemand in deine Ohren schaut.
Wann du dir Unterstützung holen solltest
Das BIÖG rät, bei jeder Abnahme der Hörfähigkeit eine HNO-Praxis aufzusuchen. Je früher eine Schwerhörigkeit erkannt wird, desto besser lässt sie sich versorgen [3]. Erste Anlaufstelle kann auch die Hausarztpraxis sein, die dich bei Bedarf überweist [1]. Hast du bereits Hörprobleme, übernimmt die Krankenkasse in der Regel den Hörtest in der HNO-Praxis [3].
Eilig wird es bei einem plötzlichen Hörverlust. Typisch für einen Hörsturz ist, dass ein Ohr plötzlich schlechter hört, manchmal schon beim Aufwachen. Oft kommen Ohrgeräusche oder ein Gefühl dazu, als sei das Ohr verstopft. Hält die Hörminderung an, solltest du umgehend ärztlichen Rat einholen, besonders wenn dir zusätzlich schwindlig ist. Das gilt auch, wenn beide Ohren plötzlich schlechter hören, was sehr selten ist [5]. Schwindel und ein unsicherer Gang können auch Zeichen eines Schlaganfalls sein, ebenso plötzliche Schwäche, Lähmungen, Taubheitsgefühle, Sprachstörungen oder ein herabhängender Mundwinkel. Dann wählst du sofort die 112 und wartest nicht ab, ob die Beschwerden vergehen [7].
Wie häufig Schwerhörigkeit im Alter ist
Für Deutschland gibt es keine genauen Zahlen. Fachleute vermuten, dass etwa 16 bis 25 von 100 Erwachsenen Hörprobleme haben. Von den über 65-Jährigen ist laut IQWiG etwa ein Drittel schwerhörig [2]. Nach Daten des Robert Koch-Instituts, die das BIÖG wiedergibt, berichten rund 17 Prozent der Erwachsenen ab 65 Jahren von schwerwiegenden Hörschwierigkeiten. Zwischen 65 und 79 Jahren sagen das Männer deutlich häufiger als Frauen (15,2 zu 7,1 Prozent), ab 80 Jahren sind es bei beiden Geschlechtern etwa 30 Prozent [8]. Weltweit ist laut WHO mehr als ein Viertel der über 60-Jährigen so schwerhörig, dass es den Alltag einschränkt [4].
Warum das Gehör im Alter nachlässt, ist nicht abschließend geklärt. Vermutet werden normale Alterungsprozesse, jahrelanger Lärm und eine erbliche Veranlagung [1, 2]. Weitere Ursachen sind Ohrenschmalz, chronische Mittelohrentzündungen, Infektionen, ein Hörsturz und die Otosklerose. Seltener spielen Kopfverletzungen, Nebenwirkungen von Medikamenten oder Tumoren eine Rolle [2]. Wie viel Lärm deine Ohren im Alltag abbekommen, zeigt der Lärmbelastungs-Check.
Warum sich ein Hörtest lohnt
Schlechtes Hören betrifft mehr als die Ohren. Laut IQWiG fühlen sich Betroffene oft eingeschränkt und isoliert und nehmen weniger am sozialen Leben teil. Schwerhörigkeit kann zudem das Risiko für Depressionen, Unfälle und Stürze erhöhen [2]. Das BIÖG weist darauf hin, dass wichtige Informationen falsch verstanden werden können, auch bei medizinischen Fragen [10]. Wie es um deine Kontakte steht, kannst du mit dem Isolation-Risiko-Test prüfen.

Laut WHO ist eine unbehandelte Schwerhörigkeit mit einem höheren Risiko für Demenz und einem schnelleren geistigen Abbau verbunden [4]. In ihren Leitlinien von 2026 hält die WHO fest, dass Erwachsenen mit Schwerhörigkeit Hörgeräte angeboten werden können, um das Risiko für geistigen Abbau und Demenz zu senken. Die Sicherheit der Belege stuft sie als niedrig ein und betont, dass Hörgeräte vor allem das Hören verbessern sollen [9].
Hörgeräte verstärken zu leise Schallwellen und dämpfen zu laute [1]. Gesetzlich Versicherte erhalten von ihrer Kasse mindestens ein Modell ohne Mehrkosten. An das Gerät gewöhnst du dich am besten Schritt für Schritt: zuerst in ruhigen Momenten, dann mit Radio, Fernseher oder Telefon und zuletzt in lauter Umgebung [11]. Mehr zu Ursachen, Hörgeräten und Gesprächen mit schwerhörigen Menschen steht im Ratgeber Schwerhörigkeit im Alter. Wie ein Hörtest abläuft und was die Kasse zahlt, erklärt der Ratgeber Hörtest: Wann er sinnvoll ist.
- Behörde Schwerhörigkeit und Gehörlosigkeit bei Erwachsenen. Bundesministerium für Gesundheit, gesund.bund.de, mit dem IQWiG. Stand 31.03.2022. abgerufen am 28.10.2026
- Behörde Schwerhörigkeit und Gehörlosigkeit bei Erwachsenen. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 28.08.2024. abgerufen am 28.10.2026
- Behörde Woran Sie Schwerhörigkeit erkennen. Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), gesund-aktiv-aelter-werden.de. Stand o. J.. abgerufen am 28.10.2026
- Behörde Deafness and hearing loss (Fact sheet). Weltgesundheitsorganisation (WHO). Stand 03.03.2026. abgerufen am 28.10.2026
- Behörde Hörsturz. Bundesministerium für Gesundheit, gesund.bund.de. Stand 11.03.2025. abgerufen am 28.10.2026
- Behörde Hilfsmittel-Richtlinie, §§ 20 und 21 (Hörhilfen; Fassung in Kraft seit 16.05.2025). Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA). Stand 20.02.2025. abgerufen am 28.10.2026
- Behörde Schlaganfall. Bundesministerium für Gesundheit, gesund.bund.de. Stand 16.12.2022. abgerufen am 28.10.2026
- Behörde Hörgesundheit im Alter. Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), gesund-aktiv-aelter-werden.de. Stand o. J.. abgerufen am 28.10.2026
- Leitlinie Risk reduction of cognitive decline and dementia: WHO guidelines, second edition (Abschnitt 3.2.5 Management of hearing loss). Weltgesundheitsorganisation (WHO). Stand 15.07.2026. abgerufen am 28.10.2026
- Behörde Welche Folgen hat Schwerhörigkeit?. Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), gesund-aktiv-aelter-werden.de. Stand o. J.. abgerufen am 28.10.2026
- Behörde Wie wird Schwerhörigkeit behandelt?. Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), gesund-aktiv-aelter-werden.de. Stand o. J.. abgerufen am 28.10.2026
Hinweis: Ein Selbsttest gibt dir eine erste Einschätzung. Er ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Untersuchung und keine Diagnose.
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